Ich geh lieber nicht nach Haus
Künstler
Clémentine Adou, Ketuta Alexi-Meskhishvili, Paul Cézanne, Isa Genzken, Friedrich Vordemberge-Gildewart
„Jeder Mensch braucht ein Fenster“, sagte Isa Genzken einmal. Dieser Satz bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung. Das Fenster erscheint hier als Öffnung zur Welt und als Schwelle zwischen Innen und Außen. Ausgehend von ihrem Werk versammelt die Ausstellung historische und zeitgenössische Positionen, die sich mit Raum, Wahrnehmung und den Bedingungen von Wirklichkeit auseinandersetzt. Die Ausstellung eröffnet einen neuen kunsthistorischen Dialog zwischen Isa Genzken und Paul Cézanne. Beide verbindet ein Interesse an den Bedingungen des Sehens und der Konstruktion von Raum. Er löste die Malerei vom festen perspektivischen Bildraum und entwickelte eine Bildstruktur, in der Raum aus Beziehungen von Farbfeldern entsteht. Friedrich Vordemberge-Gildewart führte diese Auseinandersetzung in der konstruktiven Abstraktion weiter, indem geometrische Formen Raum durch Struktur und Rhythmus erzeugen. Genzken überträgt diese Fragen in den realen Raum. Ihre Fenster-Arbeiten verbinden Bild, Objekt und Architektur und machen sichtbar, dass Wahrnehmung stets gerahmt ist. Ketuta Alexi-Meskhishvili und Clémentine Adou knüpfen an diese Fragestellungen an: Während Alexi-Meskhishvili Fotografien in räumliche Objekte überführt, verweist Adou mit bearbeiteten Verpackungen von Fernsehern und Computern auf die materiellen Grundlagen digitaler Bildwelten.
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Vernissage,
