| Kunstverein Leipzig |
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Darstellungsprobleme? Sie können den Newsletter
auch im Netz lesen: www.rundgang-kunst.de/ newsletter_kunstverein/10_05.htm |
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Begrüßung
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Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst, Gott, ging das schnell! Stand nicht eben noch Leipzig im Fokus der Kunstwelt? Waren wir nicht von vornherein skeptisch? Haben wir es nicht dennoch sehr genossen? Inzwischen jedenfalls macht sich in den Medien wieder mehr Realitätssinn breit. Den vitalen Szenen Berlins kann Leipzig trotz intaktem Selbstbewusstsein auf Dauer nun mal nicht die Show stehlen. Je nach Quelle soll die Hauptstadt 300, 400 oder gar mehr als 600 Galerien beherbergen und damit über die höchste Galeriendichte Europas verfügen. Auf Künstler wirkt sie ja ohnehin wie ein Magnet. So blickte dieser Tage wieder alles Richtung Berlin, wo in den ersten Herbsttagen drei Kunstmessen parallel stattfanden: Zum zehnten Mal das Art Forum, zum zweiten Mal die Berliner Liste und zum ersten Mal die Preview. Um so angenehmer ist es, wenn man, wie in der Galerie Diskus in der Brunnenstraße geschehen, mitten in Berlin überraschend einen [ zwischengrün ]-Leipzig-Flyer in die Hand gedrückt bekommt. Das im März gestartete Festival endete soeben, am "Tag der Deutschen Einheit". Es hat zahlreiche Anregungen für Wohnfolgelandschaften in Grünau geliefert, einmalige Konzerte ermöglicht und die Innenstadt um wunderbare Temporäre Gärten unter anderen von Ulrike Gärtner (Fotos), Olaf Nicolai, Pro:Ohm (Fotos) und dem Diskus-Künstler André Tempel (Fotos) bereichert. Impressionen des Festivals finden sich auf der [ zwischengrün ]-Seite sowie auf Rundgang Kunst. In Leipzig hat sich einer der wichtigsten Kunsträume, Halle 14 der Baumwollspinnerei, in die Winterpause verabschiedet. Zum Rundgang am 17. September fuhr die Stiftung Federkiel hier noch einmal eine Arbeit auf, welche die meisten anderen Ausstellungsräume Leipzigs schlicht überfordert hätte: Carsten Nicolais (älterer) Venedig-Biennale-Beitrag "Frozen Water". Ansonsten ist von herbstlicher Ruhe in Leipzig nichts zu spüren. Auf der Karl-Heine-Straße haben pünktlich zum Rundgang zwei neue, junge Galerien eröffnet: das Delikatessenhaus und die Galerie Sammler. Die Hochschule für Grafik und Buchkunst führte in der vorigen Woche 22 Meisterschülerprüfungen durch. Die Prüfung von Arthur Zalewski fand in der Projektgalerie des Kunstvereins statt. Am Mittwoch, den 5. Oktober, 18 Uhr, lädt die HGB zur Urkundenübergabe und Vernissage der Meisterschülerausstellung. Die nächste Ausstellung in der Projektgalerie des Kunstvereins öffnet am Donnerstag, den 6. Oktober, um 19 Uhr. Helfried Strauß, an der HGB Professor für Fotografie, zeigt Aufnahmen, die er seit 2004 in Kalifornien, Syrien und Russland gemacht hat. Mit diesen Arbeiten schließt er einen Kreis zu den Fotoprojekten "In Moskau" und "Die Fähre" (über die Fährfamilie aus Höfgen), die Anfang der 70er Jahre entstanden sind. Die Ausstellung ist bis 30. Oktober montags bis freitags von 15 bis 18 Uhr zu sehen. Darüber hinaus ist in Leipzig wieder das Kinofieber ausgebrochen. Das 48. Internationale Festival für Dokumentar- und Animationsfilm lädt bis Sonntag zu 380 Filmen. Darunter: "Fountain of Youth" über eine Gated Community in Kalifornien, für deren Bewohner ein Mindestalter von 70 Jahren gilt (Do u. Sa 22.30 Uhr); der so bildgewaltige wie wichtige Streifen "Workingman's Death" (Fr 20 Uhr, So 17.30 Uhr); ein Experimentalfilm über "Die Lausitz 20x90" (Do 22.30 Uhr, Sa 14 Uhr); "Die Unerwünschten" über Flüchtlinge, deren Asylantrag in Deutschland abgelehnt wurde (Do 17.30 Uhr, Fr 20 Uhr); und "Zur falschen Zeit am falschen Ort", ein erschütternder Film über den unfassbaren Mord an einem 17-Jährigen im brandenburgischen Potzlow (Do 20.30 Uhr, Fr 14 Uhr, Sa 20 Uhr). Einen
aufwühlenden Monat
wünscht |
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Termine |
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Die angeführten Termine stellen nur eine
kleine Auswahl dar. Für umfassendere Informationen über Kunst in Leipzig
beachten Sie bitte die Seite Rundgang
Kunst und den Kunstindex.Leipzig,
der kostenlos zur Mitnahme in Galerien, Cafés und Kulturhäusern ausliegt. |
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Mittwoch, 5.10. | 18 Uhr |
Hochschule
für Grafik und Buchkunst: Meisterschülerausstellung |
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22 Kunststudenten traten in den vergangenen
Tagen an, den HGB-Meisterschüler-Titel zu erwerben.
Nicht wirklich überraschend ist, dass die meisten von ihnen, 13 nämlich, aus dem Bereich
Malerei/Grafik stammen. Weitere fünf kommen von der Fotografie, drei aus der
Medienkunst und eine aus dem Bereich Buchkunst/Grafik-Design. |
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Mittwoch, 5.10., bis Freitag, 7.10.
| 20 Uhr | Lofft: "Adler und
Engel" nach Juli Zeh |
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Juli Zehs Roman "Adler und Engel"
darf getrost als das Debüt des Jahres 2001 bezeichnet werden. Eine
fiebrig-fesselnde Erzählung, die zugleich Drogen-, Völkerrechts-,
Bürgerkriegs-, Verschwörungsthriller ist sowie ein Generationenroman
inklusive dreier Lovestories. Das Theater M21 aus Göttingen wagte sich, in
Koproduktion mit dem Lofft Leipzig, an eine Dramatisierung des komplexen
Stoffes. Für die Nacherzählung benötigt Regisseur Joachim von Burchard drei
nicht durchweg kurzweilige Stunden. |
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Donnerstag, 6.10. | 20
Uhr | UT Connewitz: Filmpremiere: "Das
Geheimnis von LE" |
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Kann man Gemüse auf Brachen anbauen? Warum
wird der Brühl abgerissen? Wofür mussten die Mieter im Wintergartenhochhaus
kämpfen? Sind alternative Projekte und Hausbesetzungen eine Medizin gegen
Leerstand? Ist das Waldstraßenviertel ein Vorbild für die Leipziger
Stadtentwicklung? Kann man Geschichte in alten Häusern finden? "Das
Geheimnis von LE" ist eine inszenierte Dokumentation über Menschen in
Leipzig, die mit Brachen, Leerstand, Abriss und Sanierung auf ihre Art
umgehen. Es ist ein Film über die Aneignung von urbanem Raum und es ist ein
Film, der Szene für Szene in der Zusammenarbeit mit Leipzigern aus
unterschiedlichen Stadtteilen entwickelt wurde. Die Beteiligten des Films sind
Schauspieler ihrer selbst. |
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Freitag, 7.10. | offiziell 20 Uhr,
vermutlich eher gegen 22 Uhr | Conne Island: Alec Empire |
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Ob dieser Tipp an dieser Stelle erlaubt ist?
Egal. Digital-Hardcore-Mastermind Alec Empire produziert infernalischen Krach,
gewürzt mit zornigen Revoluzzer-Parolen. Seine Konzerte haben kathartische
Wirkung und geben zuverlässig eine Antwort auf die Frage, ob man wirklich noch lebt.
Vor schlimmen Nebenwirkungen schützt darüber hinaus Ohropax. |
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Freitag, 14.10. bis 16.10. | Museum für
Kunsthandwerk, Interim: Grassimesse |
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Die 1997 wiederbegründete Grassimesse sieht
sich in
der Tradition der zwischen 1920 und 1941 in Leipzig ausgerichteten
historischen Grassimessen, die dem Gedanken der Zusammenführung von Kunst,
Handwerk und Industrie
verpflichtet waren. Erklärtes Ziel ist es, die gegenwärtige Entwicklung des
zeitgenössischen Kunsthandwerks und Designs zu reflektieren und vor dem
Hintergrund bewährter Leistungen neue Entwicklungswege zu befördern. Neu in
diesem Jahr ist "Grassi Open", ein Begleitprogramm, das die Messe stärker
ins kulturelle Leben Leipzigs einbinden soll. "Grassi Open" steht für
"Offenheit gegenüber allen gestalterischen Gewerken, für wechselnde
thematische Ausrichtung, offene Ateliers und Aussteller aus aller Welt".
Begonnen wird mit einem Blick auf die junge Leipziger Design-Szene. |
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Montag 17.10. |
20.30 Uhr | naTo: Sibylle Berg und Peter Lau
lesen |
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Einige halten sie für eine platte Zynikerin,
andere sehen in ihr eine aufrichtige Humanistin, die an der Welt verzweifelt.
Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte. Fest steht, Sibylle Berg
kommt wieder einmal nach Leipzig. Im Gepäck hat sie ihren nicht mehr ganz
frischen Roman "Ende gut", in dem es der Welt an den Kragen geht,
Terroristen Bomben zünden, Körperflüssigkeiten frei fließen dürfen und
hässliche Worte nicht gescheut werden. Bei all dem wird Bylle Berg das
Kunststück gelingen, als schüchternes, wohlerzogenes, völlig unschuldiges
Mädchen mit Schoßhundfrisur zu erscheinen. Mit dabei hat sie neben dem Roman
den "brand eins"-Redakteur Peter Lau, der eigene Texte lesen wird. - naTo - brand eins |
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Montag, 24.10., bis Sonntag, 30.10. |
Lofft und Umgebung: Uwaga! Polen kommen |
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Das in Leipzig und Weimar stattfindende
Festival "Uwaga! Polen kommen" lädt zur Begegnung ein mit künstlerischen
Ansätzen zu politischen und gesellschaftlichen Themen aus dem östlichen
Nachbarland. In Leipzig wird mit Arbeiten junger Gruppen nach dem aktuellen
Zustand des polnischen Theaters gefragt. In einer gemeinsamen Produktion von
Lofft und Teatr Cinema kommt "Male Duety w Sercu Europy" zur Uraufführung.
In Anlehnung an das Festivalmotto wird Europa darin selbst zum Thema. Weitere
Informationen auf der Website.
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Blick
über den Tellerrand |
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bis 18.11. | Galerie Kalthoff |
Essen: Tim Steinbeiß "Am Ball bleiben". Malerei |
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Fußballfans wettern schon, dass bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland die Kämpfe auf dem Platz angesichts des ausufernden kulturellen Rahmenprogramms zur Nebensache verkommen könnten. Auch in Leipzig werden "Ballkünstler" mitnichten nur im Stadion zu erleben sein, das Museum der bildenden Künste etwa plant eine einschlägige Ausstellung. Ohnehin ist es ja kein Geheimnis, dass viele Künstler den Rasen ebenso schätzen wie den White Cube. Der Maler Tim Steinbeiß, Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst, macht Stadionszenen selbst zum Sujet: Ballkämpfe, Grätschen, Momente höchster Spannung. Die Zuschauermassen im Hintergrund erscheinen als pointillistisches Farbenspiel. War Fußball wirklich jemals so ästhetisch oder flunkert hier ein Fan? |
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P.S.: Sie sind eingeladen, diese Mail an
interessierte Freunde und Bekannte weiterzuleiten. |
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